
Die MIHO ist in ihrer Bauweise einzigartig: Sie besteht aus Containern.
Bis zuletzt blieb spannend, ob die Jubiläumsfeier des Jugendtreffs Mitterhofergasse (MIHO) wetterbedingt ins Wasser fällt. Die Hoffnung der Jugendlichen und Mitarbeitenden wurde erhört und das Fest konnte stattfinden. Auch das bange Gefühl, das jeder Mensch kennt, der schon Mal eine Party geschmissen hat, verschwand schnell: Es kamen viel mehr Gäste als erwartet und die Party wurde zu einem stimmungsmäßigen Hit! Nicht zuletzt, weil das Team schmackhafte Burger (auch in Veggie-Variante) und die berühmte Jugendzentrum-Jubiläums-Torte serviert hat.

Geschäftsführerin Manuela Smertnik schneidet die Torte an.
Seit den 90er-Jahern ist diese Einrichtung des Vereins Wiener Jugendzentren an die Gemeindebausiedlung Dr.-Franz-Koch-Hof angedockt und wird jährlich von circa 1000 verschiedenen Jugendlichen besucht.

Die Hüpfburg war eine der Hauptattraktionen am Jubiläumsfest.
Eine junge Besucherin fasst ihre Zeit bei der MIHO so zusammen: „Das Schönste hier ist, dass man sich nicht alleine fühlt. Es gibt immer Menschen, die zuhören und helfen. Und gleichzeitig kann man hier auch einfach Spaß haben und eine gute Zeit verbringen“. Kürzlich hat sich auch ein ehemaliger Besucher beim MIHO-Team gemeldet: „Ich habe meine halbe Kindheit bei euch und den lieben Betreuer:innen verbracht. Obwohl das Ganze schon über 20 Jahre her ist, habe ich nach wie vor so viele Erinnerungen in meinem Herzen. […] Ich denke eure Arbeit ist heute wichtiger denn je“. Mittlerweile passiert es immer öfter, dass auch die Kinder von ehemaligen Besucher:innen die Angebote der MIHO nutzen.

Zahlreiche Besucher:innen waren vor Ort.
„MIHOtisch“ gefeiert
Die „MIHO-Wiese“ hat schon viele Feste gesehen, Kenner:innen wissen vom MIHOtischen Freitag oder den Siedlungsfesten, aber einen runden Geburtstag gibt’s nicht alle Tage. Die zuständige Jugend-Stadträtin und Vize-Bürgermeisterin Bettina Emmerling betonte bei ihren Glückwünschen: „Rasante Entwicklungen, ständige Erreichbarkeit, Sorgen um die eigene Zukunft. Junge Menschen tragen heute viel mit sich herum. Umso wichtiger sind Orte wie die MIHO, an denen sie Gehör finden und offen reden können. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an alle, die diesen Ort seit dreißig Jahren prägen“.

v.l.n.r.: Richard Panzer, Bezirksrat Floridsdorf; Georg Papai, Bezirksvorsteher Floridsdorf; Malik, Jugendlicher; Asha Heinreichsberger, Leitung Jugendtreff Mitterhofergasse; Manuela Smertnik, Geschäftsführung Verein Wiener Jugendzentren
Auch Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai und Jugendzentren Geschäftsführerin Manuela Smertnik gratulierten: „Die MIHO ist ein wichtiger Baustein in der gut vernetzten Jugendarbeit in Floridsdorf. Ich freue mich, dass heute so viele aktuelle und ehemalige Besucher:innen zusammenkommen und gemeinsam feiern“, sagt BV Georg Papai. GF Manuela Smertnik ergänzt: „Die heutige Zeit verlangt viel von Jugendlichen ab, oft fühlen sie sich allein gelassen. Unsere Jugendarbeiter:innen stehen ihnen zur Seite und helfen bei den unterschiedlichsten Belangen. Sie stehen auch als Mitspieler:innen und Moderator:innen zur Verfügung und garantieren einen geschützten Raum und ein wertschätzendes Miteinander.“

Auch das Social-Media-Moderationsteam des Vereins war dabei.
Neuer Schwerpunkt in der Jugendarbeit
Die Einrichtung war Ende der 90er ein wichtiger Schritt, um in der dicht besiedelten jungen Region kostenlose Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche und positive Akzente im Gemeinwesen zu setzen. Von Beginn an wurde ein Schwerpunkt auf die – sich damals gerade entwickelnde – herausreichende Arbeit gesetzt. Diese ist heute Standard in allen Jugendeinrichtungen und wurde damals in der MIHO fix verankert.

Der DJ hat für stimmungsvolle Musik gesorgt
Die mit einer großen Fensterscheibe, nach außen offene Gestaltung war ein Paradigmenwechsel: Weg von häufig im Souterrain befindlichen Jugendeinrichtungen hin zu transparenten, einsichtigen Einrichtungen. Auf einer Fläche von insgesamt 272 m² gibt es Gruppenräume und Rückzugsräume, die sowohl zu gemeinsamen Aktionen einladen als auch individuelle Beratung und Begleitung von Jugendlichen in ihren Lebenswelten ermöglichen. Die einzigartige Containerbauweise, im Grünraum verortet, ermöglicht zudem eine multiple Nutzung der Freibereiche rund um die Einrichtung. Den Jugendlichen steht auch die sogenannte „Mini-MIHO“ zur Verfügung, ein weiterer Container, der auch liebevoll „Grünes Kistl“ genannt wird.

Auch die Mitarbeiter:innen waren in Feierlaune
Freude an gemeinsamer Gestaltung
Das Team des Jugendtreff verfolgt den Schwerpunkt der Partizipation und Mitbestimmung: Das bedeutet, dass die Zielgruppe aktiv in die Planungs- und Umsetzungsprozesse der Programmangebote einbezogen wird. So wurden auch viele Aktivitäten der Jubiläumsfeier gemeinsam entschieden und mithilfe von Partner:innen im Sozialraum umgesetzt. So wie es in einem gut funktionierendem Grätzl sein soll!